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ZUSAMMEN LEBEN

systemisches fALLMANAGEMENT

Beratung und Einzelfallhilfe in der Schule

Fallmanagement

Schulen erleben eine zunehmende Belastung durch emotional und sozial auffällige Kinder und Jugendliche. Die Auffälligkeiten umfassen u. a. selbstschädigendes und dissoziales Verhalten sowie permanente Unterrichtsstörungen. In der Folge entstehen oft nervenaufreibende Konflikte zwischen Lehrkräften, Schülern/-innen, Eltern, pädagogischen Fachkräften und Schulleitung.

Fortbildungen im Jahresprogramm

> Stuttgart : Februar bis September 2017 – PDF zum Download

Systemisches Fallmanagement wirkt dieser Entwicklung gezielt entgegen. Im Vordergrund stehen differenzierte Wahrnehmung, Diagnostik, Förder- und Hilfeplan sowie das Zusammenwirken der Systeme Schule und Jugendhilfe und anderer wichtiger Akteure. Systemisches Fallmanagement erweitert das (sozial-)pädagogische Angebot der Schule. Die Schulsozialarbeit wird zum Brückenbauer zwischen Lehrkräften, Schulleitung, Eltern, Jugendamt, Kinder- und Jugendpsychiatrie etc. Verantwortung und Aufträge werden klar definiert. So entstehen Handlungsspielraum, Sicherheit und Entlastung. Davon profitieren alle Beteiligten: Die betroffenen Kinder und Jugendlichen, Lehrkräfte/Fachkräfte sowie Eltern.

Diese Fortbildung richtet sich an Fachkräfte in Schule und Jugendhilfe, insbesondere an Schulsozialarbeiter/-innen und Lehrkräfte, die in der Beratung und Einzelfallhilfe oder in der intensivpädagogischen Betreuung tätig sind und sich und ihr Schulsystem weiterentwickeln möchten.

Inhalte

  • „Handlungsansätze für den Umgang mit verfestigten problematischen Verhaltensweisen
  • „„Aufgaben und Rolle des/der Fallmanagers/-in
  • „„Implementierung von systemischem Fallmanagement im eigenen Schulsystem
  • „„Gesprächsführungs-, Moderations- und Koordinierungskompetenz
  • „„Diagnostik zur Förderung eines ganzheitlichen Verständnisses des Kindes/Jugendlichen


Die Teilnehmenden lernen u. a.,

  • „„ihre Rolle zu klären, sich zu positionieren und den eigenen Auftrag zu erarbeiten,
  • „„gemeinsam mit den übrigen Beteiligten einen auf den Schulalltag bezogenen Nachteilsausgleich sowie einen pädagogischen Förder- und Hilfeplan zu erarbeiten,
  • „„Harmonisierungsprozesse und konstruktive Kommunikation zwischen den Beteiligten zu unterstützen, z. B. durch die Moderation von Runden Tischen und Helferkonferenzen sowie durch die Förderung von Transparenz und gegenseitiger Beteiligung und Information,
  • „„wie sie effizientes Zusammenwirken zwischen pädagogischen Bezugspersonen und therapeutischen Diensten fördern können,
  • „„die sogenannte Türöffner-Funktion für externe Dienste der Jugendhilfe und des Gesundheitssystems zu übernehmen und
  • „„Impulse für eine systematische Organisationsentwicklung zu setzen.

Nachhaltigkeit
Je mehr Lehrkräfte, Sozialarbeiter/-innen, Erzieher/ -innen etc. nach demselben Erziehungsstil arbeiten, desto leichter und effektiver ist ihre pädagogische Arbeit. Die gemeinsame Teilnahme mehrerer Kolleginnen und Kollegen aus einer Schule bzw. Einrichtung verbessert daher die Chance auf die nachhaltige Umsetzung der Fortbildungsinhalte. Anmeldungen von Teams werden deshalb bevorzugt berücksichtigt.

Literatur
Schmidt, J. (2011): Konzept Menschlichkeit — Visionen, Grundsätze und Erfahrungen einer Konfliktkultur an Schulen. In: AGJ-Fachverband (Hg.): In der Schule zu Hause? Chancen einer sozialen Ganztagsschule — Tipps,
Konzepte Erfahrungen. Freiburg: AGJ-Verlag. S. 54-83. Download dieses Artikels unter folgendem Link.

ANGEBOTE
zum Thema
Systemisches Fallmanagement


Fortbildungen im Jahresprogramm
Das Jahresprogramm beinhaltet insbesondere mehrtägige Fortbildungen zu den Themen Leben und Lernen in Schule und Jugendhilfe.
> mehr Infos

Kontakt
Bernhard Bender
Tel. 0761/21807-44
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Sozialministerium