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HALT(UNG) FÜR KÖRPER UND SEELE

Körpersprache in Konflikten

Deeskalation – Konfrontation – Konsequenz

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„Nein, mach‘ ich nicht!” – So tönt es täglich aus Millionen Kehlen, wenn Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in unseren Wohngruppen,
Jugendhäusern, Kitas oder Schulen aufgefordert werden, sich an vereinbarte Regeln zu halten. Wenn Kinder und Jugendliche an Regeln und
Grenzen rütteln, dann gilt es, standhaft und konsequent, aber auch respektvoll und wertschätzend für die Beachtung der Regeln einzutreten.

Leichter gesagt als getan: Wie oft tanzen uns Kinder und Jugendliche auf der Nase herum, überschreiten Grenzen oder setzen Regeln durch ihr aufmüpfiges Verhalten außer Kraft? In diesem Seminar werden schwierige Konfliktsituationen in Rollenspielen nachgestellt und trainiert.

Die Techniken der Deeskalation werden dabei ebenso trainiert wie das professionelle Auftreten in konfrontativen Konflikten. Auch der Wechsel auf die Ebene der Konsequenzen wird thematisiert. Neben verbalen Techniken liegt der Fokus auf körpersprachlichen Deeskalations- und Konfrontationsstrategien. Die Rolle der Körpers in Konflikten wird systematisch behandelt und trainiert.


> Stuttgart: 13./14.07.2017 – pdfPDF zum Download
> Stuttgart: 09./10.07.2018 – pdfPDF zum Download
> Freiburg: 18./19.06.2018 – pdfPDF zum Download

Inhalte
Die Fortbildungsteilnehmer/-innen lernen u.a.,

  • welche destruktiven Konfliktstrategien es gibt, welche Rolle die Körpersprache dabei spielt und wie wir uns gegen diese Strategien schützen können,
  • präventive, aktive und reaktive Deeskalationsstrategien zu unterscheiden und anzuwenden und körpersprachlicher Mittel zur Deeskalation gezielt einzusetzen,
  • bei schweren Grenzverletzungen sicher aufzutreten, Stopp-Signale gezielt zu setzen und die Grenzziehung mittels körpersprachlicher Signale zu unterstreichen,
  • konfrontative Techniken bei mittleren oder schweren Regelverstößen anzuwenden,
  • Alternativen zu strafenden Konsequenzen zu entwickeln und einzusetzen

Arbeitsweise
Das Seminar ist durchgängig praktisch ausgerichtet. Die theoretischen Inputs sind knapp – die wesentlichen Inhalte des Seminars werden durch Übungen und Rollenspiele anschaulich und hautnah vermittelt. Trainiert werden die deeskalativen und konfrontativen Strategien anhand praktischer Beispiele aus dem pädagogischen Alltag:

  • Eine Gruppe von Rauchern weigert sich beharrlich, ihre Zigaretten auszumachen.
  • Mehrere Schüler stören wiederholt den Unterricht und poltern nach der dritten Ermahnung los: „Wir haben doch gar nichts gesagt. Und außerdem sagen Sie bei den anderen auch nie was, wenn die mal stören. Sie sind ungerecht und haben uns auf dem Kieker!“
  • Ein Pubertierender weigert sich nach einem schweren Regelverstoß, den Raum zu verlassen. Er bleibt einfach sitzen und sagt: „Ich gehe nicht! Sehe ich überhaupt nicht ein. Sie haben mir überhaupt nichts zu sagen.“
  • Ein Jugendlicher vergreift sich massiv im Ton, wird ausfallend und beleidigend.
  • Diese und ähnliche Beispiele bilden die Grundlage für das Training eines sicheren und wertschätzenden Auftritts nach leichten, mittleren und schweren Regelverstößen und Grenzverletzungen.

Referent
Rudi Rhode war nach dem Studium der Musik (Saxofon), der Sozialwissenschaften und einer Schauspiel-Ausbildung 15 Jahre hauptberuflich als Pantomime und Theater-Schauspieler tätig. Seit 1999 arbeitet er freiberuflich als Konflikt- und Kommunikationstrainer in den Bereichen Bildung und Wirtschaft. In den vergangenen 14 Jahren seiner Freiberuflichkeit hat er allein in NRW an ca. 1000 Schulen Lehrer-Fortbildungen zum Thema „selbstsicheres Auftreten in schwierigen Konfliktsituationen“ durchgeführt.

Weitere Infos unter www.rudirhode.de

Literatur
Rhode R./Bongartz R./Meis, M. S. (2010): Ich weiß, was ich will! Faire Selbstbehauptung in privaten und beruflichen Konflikten. München: Kösel-Verlag.

Rhode R./Meis M. S. (2007): Wer schreit hat schon verloren! Körpersprache meisterhaft beherrschen lernen. Zürich: Oesch Verlag.

Rhode R./Meis M. S. (2006): Wenn Nervensägen an unseren Nerven sägen: So lösen Sie Konflikte mit Kindern und Jugendlichen sicher und selbstbewusst. München: Kösel-Verlag.  

Rhode R./Bongartz R./Meis, M. S. (2004): Angriff ist die schlechteste Verteidigung – Der Weg zur kooperativen Konfliktbewältigung. Paderborn: Junfermann Verlag.

JAHRESPROGRAMM

Das Jahresprogramm beinhaltet insbesondere mehrtägige Fortbildungen zu den Themen Leben und Lernen in Schule und Jugendhilfe. Zielgruppe sind vor allem Lehrer/-innen, Sozialarbeiter/-innen und Psychologen/-innen. Die Veranstaltungen finden u. a. in Kooperation mit der Aktion Jugendschutz (ajs), dem Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS), der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) statt. 

> Jahresprogramm zum Download
> Online-Anmeldung 

Derjenige, der ein gewalttätiges Kind nur hinter verschlossenen Türen behandelt, missachtet sowohl das Recht der Gemeinschaft sichtbarer Schutzmaßnahmen als auch das Recht des Kindes, die gestörte Beziehung zur Gemeinschaft wieder in Ordnung zu bringen."
Haim Omer
 gefördert von
Sozialministerium