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ZUSAMMEN LEBEN

KLASSENRAT

Persönlichkeit bilden – Demokratie lernen

 

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Ein gut etablierter Klassenrat ist ein effektives Element zur Förderung von Empathie, Zivilcourage und demokratischer Willensbildung. In ritualisierter Form reflektieren die Schüler/-innen einer Schulklasse regelmäßig ihr Zusammenleben und gestalten es zunehmend selbständig.

Fortbildungen im Jahresprogramm

> Stuttgart: März bis Juli 2017 – pdfPDF zum Download
> Stuttgart: März bis Juli 2018 – pdfPDF zum Download

Was in der Arbeitswelt die Teambesprechung ist, ist in der Schule der Klassenrat. Eine Klasse ist eine Arbeits- und Lebensgemeinschaft mit starkem Zwangscharakter. Intensive Pflege dieser Gemeinschaft und konstruktiver Austausch sind Voraussetzungen dafür, dass die Mitglieder einer Klasse ein Team bilden und auf gleicher Augenhöhe kooperieren können.

Der auf der Grundlage des Programms Konflikt-KULTUR entwickelte Klassenrat ist eine wirksame Methode  für soziales Lernen und Demokratiepädagogik. Sein zentrales Anliegen ist die Sensibilisierung für und die Achtung der Kinder- und Menschenrechte. Er ist persönlichkeitsbildend, fördert prosoziale personelle und kommunikative Fähigkeiten und die Kooperation im Team. Klassenrat in dieser Form ist Unterricht, Umsetzung des Bildungsplans und handlungsorientierte Demokratiepädagogik zugleich. Er beugt Gewalt und Mobbing in Schulklassen vor. Denn gewaltfrei kommunizieren will gelernt sein. Bitten, wünschen, anerkennen – aber auch klären, abgrenzen und fordern – muss geübt werden und zwar in Beziehungen im Schulalltag.

Inhalt

Die Fortbildungsteilnehmer/-innen lernen u. a.,

  • gewaltfreie Kommunikation im Klassenrat zu initiieren, den Klassenrat zu strukturieren und auch in schwierigen Klassen anzuleiten,
  • die eigene Rolle als Leiter/-in eines Klassenrates zu reflektieren und sich angemessen zu positionieren,
  • den Klassenrat für die Prävention von und Nachsorge bei Gewaltvorfällen und Mobbing zu nutzen.

Die Umsetzung der Fortbildungsinhalte fördert Persönlichkeitsentwicklung, Zusammenarbeit in der Gruppe und demokratisches Handeln. Das Konzept orientiert sich an sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen und an pädagogischen Konzepten der Demokratie- und Moralerziehung. Im Rahmen der Fortbildung findet in der Regel in der Schulklasse eines/r Teilnehmers/-in eine Methodendemonstration statt. Die Fortbildungsteilnehmer/-innen erfahren, wie die gezeigten Methoden in den eigenen Schulklassen oder Gruppen konkret umgesetzt und in den Alltag integriert werden können.

Nachhaltigkeit
Die gemeinsame Teilnahme mehrerer Kollegen/-innen aus einer Schule/Einrichtung stärkt erfahrungsgemäß die nachhaltige Umsetzung der Fortbildungsinhalte. Anmeldungen von Teams werden daher bevorzugt berücksichtigt.

Literatur
Schmidt, Jürgen (2011): Konzept Menschlichkeit – Visionen, Grundsätze und Erfahrungen einer Konfliktkultur an Schulen. In: AGJ-Fachverband (Hg.): In der Schule zu Hause? Chancen einer sozialen Ganztagsschule – Tipps, Konzepte Erfahrungen. Freiburg: AGJ-Verlag. S. 54-83. Download dieses Artikels unter folgendem Link

Grüner, T./Hilt, F. (2011): Systemische Mobbing-prävention und Mobbingintervention. In: Huber, A. (Hg.): Anti-Mobbing-Strategien für die Schule. Praxisratgeber zur erfolgreichen und nachhaltigen Intervention. Köln: Wolters Kluwer. S. 89ff.

Grüner, T./Hilt, F./Tilp, C. (12. vollständig überarbeitete Neuauflage 2015): „Bei STOPP ist Schluss!“ Werte und Regeln vermitteln. Hamburg: AOL-Verlag.

ANGEBOTE
zum Thema
Klassenrat

Fortbildungen im Jahresprogramm
Das Jahresprogramm beinhaltet insbesondere mehrtägige Fortbildungen zu den Themen Leben und Lernen in Schule und Jugendhilfe.
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Inhouse-Angebote
Sie erfahren, wie Sie kontinuierlich und situationskompetent auf die Entwicklung gelingender Kommunikation Einfluss nehmen können.
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Kontakt
Bernhard Bender
Tel. 0761/21807-44
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Sozialministerium