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ZUSAMMEN LEBEN

Mediation

Fair streiten – Konflikte gemeinsam lösen

„Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, sauber und falsch ist.“
Henry L. Mencken

Inhouse-Angebote

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Viele Auseinandersetzungen enden in einer Eskalationsspirale, weil jede Konfliktpartei in ihren Gefühlen und Bedürfnissen verletzt ist und sich rächen möchte. Beide sind in der jeweils eigenen Sichtweise gefangen und suchen die Schuld beim Gegenüber. Weil keine Seite bereit ist, den ersten Schritt zu machen, können Missverständnisse nicht geklärt werden und die Fronten verhärten sich. Beide Seiten reagieren empfindlich und beim geringsten Anlass gibt es neuen Streit.

In solchen Fällen hilft ein festes Konfliktlösungsritual wie Mediation, bei der eine dritte Person zwischen den Konfliktparteien vermittelt und hilft, das Recht auf gewaltfreie Konfliktlösung umzusetzen. Ausgebildete Mediatoren, Konfliktlotsen oder Streitschlichter bringen beide Seiten an einen Tisch, sorgen für eine konstruktive Gesprächsatmosphäre, helfen den Konflikt zu verstehen und unterstützen die Suche nach einer für beide Seiten zufrieden stellenden Lösung

Mit Hilfe der Mediation lernen die Beteiligten,

  • sich an Gesprächsregeln zu halten und konstruktiv zu streiten,
  • über (verletzte) Gefühle und Bedürfnisse zu sprechen,
  • sich in andere hineinzuversetzen (Perspektivenübernahme und Einfühlungsvermögen) und andere Sichtweisen zu respektieren,
  • die Hintergründe und Ursachen eines Konflikts besser zu verstehen,
  • konstruktiv mit Wut und Ärger umzugehen und ihre Impulse besser zu kontrollieren,
  • Wünsche zu äußern, Friedensangebote zu machen und fair zu verhandeln,
  • Kompromisse zu finden und Abmachungen einzuhalten.

 

 

Struktur der Fortbildung

  • Theoretische Grundlagen
  • Muster der Konfliktlösung
  • Phasen, Struktur und Rituale von Mediation
  • Sensibilisierende Fragetechniken
  • Kommunikationstechniken zur Förderung des Einfühlungsvermögens
  • Typische Mediationsfallen und wie sie zu vermeiden sind
  • Rolle und Haltung in der Leitung von Mediation
  • Eigenes Konfliktverhalten
  • Integration von Mediation in die Organisation der Einrichtung/Schaffung dafür geeigneter Rahmenbedingungen
  • Rollenspiele
  • Ausbildung von Jugendlichen zu Mediatoren, Konfliktlotsen oder Streitschlichtern
  • Praxisbegleitung und Supervision

Nachhaltigkeit
Praxisbegleitung und Supervision sind wesentlicher Bestandteil der Fortbildung. Sie zielen darauf, Mediation nachhaltig in der Schule oder Einrichtung zu verankern, auftauchende Schwierigkeiten zu lösen, die Methodensicherheit zu erhöhen und die persönlichen Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Voraussetzung für die erfolgreiche Verankerung von Mediation in einer Schule oder Einrichtung der Jugendhilfe ist u. a. eine angemessene Anzahl ausgebildeter Mediatoren/-innen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Mediation zu einem Projekt Einzelner wird, anstatt fest in den Alltag integriert zu werden. Je hundert Kinder und Jugendliche sollten ein bis zwei pädagogische Fachkräfte fortgebildet werden.

Die beiden Konfliktlöserituale Mediation und Tat-Ausgleich werden in der Regel gemeinsam in einer Fortbildungseinheit im Umfang von 70 Stunden zusammengefasst, verteilt auf etwa ein Jahr. Grundsätzlich können jedoch sowohl Mediation als auch Tat-Ausgleich als gesonderte Fortbildung durchgeführt werden.

Zertifizierung
Die Teilnahme an der Veranstaltung wird schriftlich bestätigt. Die Fortbildung kann mit Zertifikat abgeschlossen werden.

Dauer:                    6 Tage/42 Std.
Teilnehmerzahl:       max. 14        

Für Schulen und soziale Einrichtungen bieten wir die Fortbildung vor Ort an. Sie finden in der Regel in Form von Doppelterminen statt. Zwischen den einzelnen Fortbildungsblöcken liegen 6 bis 12 Wochen, in denen die Inhalte in die Praxis umgesetzt werden. Einzelpersonen können sich zu den auf den im Jahresprogramm aufgeführten Veranstaltungen anmelden. Link zur Anmeldung.

Stimmen bisheriger Teilnehmer/-innen

  • „sehr hilfreiche Vertiefung in professionelle Kommunikationsabläufe“
  • „Ich hatte immer Angst vor Rollenspielen; hier habe ich sie überwunden und gelernt, was man dabei alles lernen kann.“

Referenten/-innen
Personenbeschreibungen der möglichen Referenten/-innen unter folgendem Link.

Literatur

> Grüner, T. (2015): Mediation von Schülerkonflikten – Chancen und Herausforderungen. In K. Seifried, S. Drewes & M. Hasselhorn (Hrsg.), Handbuch Schulpsychologie. (S. 382-393). Stuttgart: Kohlhammer.

> Grüner, T./Hilt, F./Tilp, C. (12. vollständig überarbeitete Neuauflage 2015): „Bei STOPP ist Schluss!“ Werte und Regeln vermitteln. Hamburg: AOL-Verlag.

> Durach, B./Grüner, Th./Napast, N. (2002): „Das mach ich wieder gut!“ Mediation, Täter-Opfer-Ausgleich, Regellernen. Soziale Kompetenz und Gewaltprävention an Grundschulen. Lichtenau: AOL.

ANGEBOTE
zum Thema
Mediation

Fortbildungen im Jahresprogramm

Das Jahresprogramm beinhaltet insbesondere mehrtägige Fortbildungen zu den Themen Leben und Lernen in Schule und Jugendhilfe. 
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Kontakt
Bernhard Bender
Tel. 0761/21807-44
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